Die Erfolgsgeschichte

1643: Das Melanchthon-Gymnasium in Nürnberg eröffnete ein Auditorium Publicum, in dem Vorlesungen für die Bevölkerung gehalten wurden.

Ab 1840: Gründung der ersten Gesellenvereine, etwas später der ersten Handwerkerbildungsvereine. Um 1900: In ganz Bayern gab es Arbeiterbildungs- und Wanderunterstützungsvereine.

Ab 1896: Das englische Vorbild der Universitätsausdehnungsbewegung breitete sich vom vhs-Verein München ausgehend rasch über ganz Bayern aus.

Der Nationalsozialismus zerstörte diese Pluralität und installierte Erwachsenenbildung als verordnete Schulung und formierte Erziehung.
Nach dem zweiten Weltkrieg drängten die Besatzungsmächte zum (Wieder-)Aufbau der Erwachsenenbildung. Denn sie sahen die Bildung von Erwachsenen als wesentlichen Schlüssel zur Demokratisierung der Deutschen.

Die sieben Träger der Erwachsenenbildung in Bayern erreichen heute mit ihrem Angebot Jahr für Jahr weit über fünf Millionen Bürgerinnen und Bürger.

Bildung für Erwachsene

Die Erwachsenenbildung ist Teil des „Lebenslangen Lernens“. Sie organisiert freiwilliges Lernen, d. h. sie ist professionalisiert und spezialisiert auf Lernprozesse im non-formalen Sektor des Lernens. Dabei knüpft sie am vorhandenen Wissensfundament und den Bedürfnissen der Lernenden an und ermöglicht so persönliche Weiterentwicklung. Durch besondere Angebote kann es gelingen, dass an Bruchstellen in der Lernbiographie neue Lernbrücken entstehen.